Tag 18 – 26.09.2022 – Montag - Fahrt nach West Lulworth - Durdle Door

Ausgeruht geht es heute Morgen früh, aber nicht zu früh, los nach Osten.
Wir verlassen Wales.

Pauline kommt um halb 9 Uhr, wie vereinbart, vorbei, und nimmt den Schlüssel entgegen.

Diese Unterkunft war wirklich toll. Ein paar Kleinigkeiten wären für den hohen Preis noch nett gewesen, aber es war schon alles super schön.

Die Kleinigkeiten waren:
In anderen Unterkünfte hatten wir je zwei Handtücher, hier mussten wir nach einem zweiten kleinen Handtuch erst fragen.
Zudem gab es nur ein Spülmaschinentab, kein Duschgel oder Shampoo im Bad, nur eine kleine Handseife.
In der Küche war nicht genug Geschirr und Besteck vorhanden.

Das hätten wir in einer Unterkunft für 200 € die Nacht eben erwartet, weil es in Häusern für weitaus weniger Geld vorhanden war.

Los geht’s.
Auf meiner Liste für die Fahrt stehen noch ein paar Sights, aber uns ist irgendwie nach schnellem Vorankommen. Am Zielort mehr Zeit zu haben ist uns wichtiger.

Die Strecke ist mit ca. 220 km schon sehr lang. Wie schon des Öfteren erwähnt, man kommt langsam voran in Wales und England. Für die 220 km haben wir gute 5 Stunden gebraucht. Wir haben nur zweimal kurz angehalten, gefahren sind wir nur über große Straßen und die Autobahn.

Wir folgen den größeren Straßen – unzählige Kreisverkehre, mal einfache, mal doppelte, mal dreifache. Dann wechseln wir auf die Autobahn, um auf der Brücke den River Severn zu überqueren.

Unterwegs steht diese Burg

In Portishead verlassen wir kurz die Autobahn. Waterloo.
Kostet mal wieder 20 p. Haben immer noch kein Bargeld.
Ich husche fix in ein Café, das gerade öffnet.

An der Küste weht ein starker Wind, daher entscheiden wir uns gegen einen kurzen Lauf.

Portishead kommt sicher dem ein oder anderen bekannt vor. Eins meiner Lieblingslieder (Roads) ist von der Band.

Wir bleiben jetzt einfach auf der M5 und biegen dann auf die A358 nach Osten ab.
Bald durchqueren wir Dorchester.

Gegen 13:10 Uhr kommen wir in West Lulworth an. Wir können schon einchecken.

Die nächsten zwei Nächte übernachten wir im Luxury Holiday Home. Leider sind es nur zwei Nächte, viel zu kurz für diese schöne Ecke von England.

Nach dem Abstellen der Koffer düsen wir sofort los zur Durdle Door.
Das Parken kostet hier 4 £ für 4 Stunden oder 10 £ für den ganzen Tag.
Wir zahlen für 4 Stunden.

Das Gelände gehört zum Gebiet des etwa 50 Quadratkilometer umfassenden Lulworth Estate, das sich im Privatbesitz der wohlhabenden Grundbesitzerfamilie Welds befindet.
Jährlich sind rund 200.000 Besucher vor Ort. Mal kurz rechnen, was die nur mit dem Parkplatz im Jahr verdienen. Die machen es richtig.

Die Durdle Door ist natürlich die Hauptattraktion hier an der Jurassic Coast und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dementsprechend voll ist es mit Touristen. Wir sehen sogar deutsche Nummernschilder.

Vom Parkplatz aus führt ein steiler ausgewaschener Weg bis an den Strand runter.

Wir reihen uns ein in die Massen an Menschen und pilgern den Weg herunter.

Da ist sie – das Wahrzeichen der Jurassic Coast. Grandios.

Das ist schon klasse, dass man hier an den Strand kann. Bei der Green Bridge of Wales ging das nicht bzw. war da kein Strand.

Am Strand angekommen, sind wir schon geflasht vom Anblick, super genial.

Wir laufen eine Weile an dem Kiessand am Strand entlang. Das machen nicht zu viele Leute, weil es mehr einem Stiefeln gleicht als einem Schlendern. Der Kies ist tief und so schwer zu laufen wie Schnee oder tiefer Sand.
Daher brechen wir das Vorhaben, zum Butter Rock zu laufen, ab.

Noch schnell ein weiteres Foto, ja sie sehen alle ähnlich aus, egal.

Wir erklimmen die Treppen nach oben. Von hier aus haben wir einen Blick auf die Durdel Door und die traumhafte Bucht des Man O’War Beach.

Nun biegen wir auf den Coastal Path ab und versuchen, weiter oben noch einen anderen Blick auf die Brücke zu erlangen.

Dann beschließen wir, ein Stück den Trail zu laufen und später, wenn die Zeit noch reicht, nochmal zurück zu kommen.

Wir gehen bis zu den Lulworth steps, dort drehen wir um.

Später springen wir noch mal fix an den Strand runter, diesmal mit Stativ im Gepäck. Dann sind die vier Stunden auch schon rum. Ein bisschen doof, wenn die Zeit so drängt.

Wir haben aber ganz schöne Bilder im Kasten und müssen uns schweren Herzens von dem wunderbaren Anblick der Durdle Door losreißen.

Wir fahren mit dem Auto zur Lulworth Cove, dort kostet das Parken auch nochmal 4 Pfund für 4 Stunden. Wir wollen aber keine 4 Stunden mehr hierbleiben, es ist schon fast 18:00 Uhr.
Also parken wir ein Stück weiter an der Straße oben und gehen wieder zu Fuß zurück zum Strand.

Zeit für den Sunset, der Himmel verspricht heute Abend toll zu werden. Wir klettern oberhalb der Lulworth Cove den Berg hoch. Dort verschwindet die Sonne gegen 18:34 Uhr im Meer.

Das ist tatsächlich der erste Sonnenuntergang auf der ganzen Reise, den wir uns ansehen. Wunderschön.

In der Dämmerung gehen wir zurück zum Auto, in 10 Minuten sind wir zurück im „Wohnwagen“.

Ich richte uns was zu essen her und Mario sichtet die Bilder.

Dann lassen wir uns auf dem Sofa nieder, gucken „Naked Attraction“ weiter und ich recherchiere nach weiteren Ausflugszielen für den morgigen Tag.

Wir haben nun den Support von Airbnb eingeschaltet und hoffen drauf, dass wir bald unsere 333 € zurückbekommen. Airbnb erbittet sich noch mal 72 Stunden Bearbeitungszeit.

Wetter: heiter bis wolkig, ca. 14°
Sights: Durdle Door, Lulworth Cove
Wanderungen: ca. 5 km Coastal Path
Abendessen: glutenfreie Pizza + Salat

Infos zum Parken an der Durdle Door und Lulworth Cove. Am Parkplatz stehen diese Infos nicht – daher vorher informieren, das haben wir leider nicht gemacht.